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  Kanonenuntergrund K 1  
 

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Verlässt nun die Stellung und steigt die lange, steile Treppe hinunter zum unterirdischen Bereich. Am Fuss der Treppe ist eine Duschvorrichtung zu sehen, unter der man sich nach Einsatz von chemischen oder biologischen Kampfstoffen reinigen konnte. Hier ist wieder eine Schiesscharte mit Kugelfang aus Holz zu sehen, entsprechend der im O-Bunker. Rechts von der gepanzerten Tür befindet sich der Schützenraum mit einem funktionstüchtigen Observationsperiskop, welches Besucher gern ausprobieren können. Weiter geht es in den Mannchaftsraum - im Marinejargon Logis genannt. Das Licht ist gedämpft, und einige von der Besatzung ruhen sich in ihren Kojen aus, während einer mit seinem Ranzen beschäftigt ist, einem Metallkasten, der persönliche Ausrüstung enthält. Unter der Decke sind verschiedene Reinigungsstöcke für den Geschützlauf zu sehen. Eine kleine Kochplatte dient zum Aufwärmen der Feldrationen. Die Kanonenstellungen waren nicht ständig besetzt - nur zu Übungen oder in Alarmsituationen.
 
Der nächste Raum ist das Granatenmagazin. Hier steht ein Soldat mit Felduniform und Artilleriehelm gerade im Begriff, die Ganaten klarzumachen. Der Raum ist mit Vorrichtungen zur Lagerung der Granaten versehen. Aus Sicherheitsgründen wurden Granaten, Ladeköcher und Zünder jeweils getrennt voneinander aufbewahrt. Über eine Rutsche wurden die komplettierten Granaten in den Munitionsaufzug geschafft. In der Aufzugskabine wurden die Granaten von rechts und die Treibladungen von links zugeführt und ein in Dänemark konstruierter Elektroaufzug beförderte dann beide Teile nach oben zur Kanone. Bei Stromausfall konnte diese Vorrichtung manuell bedient werden, von einem Raum aus, der sich unter dem Aufzug befindet. Im Laderaum, der aus zwei Teilen besteht, wurden die Ladeköcher aufgewahrt. Ein kleiner Raum war für die Zünder vorgesehen. Schliesslich gibt es noch einen Reserveaufzug, der durch Handkurbel und Zugkette die Granaten zum Geschütz befördern kann. Hier befindet sich auch ein Notausgang. Alle Bunker waren mit solchen Notausgängen versehen, so dass im Falle einer angeordneten Zerstörung, z.B. Selbstsprengung des Bunkers, die Mannschaft flüchten konnte. Bestimmte Stellen in der Konstruktion konnten mit Sprengladungen versehen und zur Detonaton gebracht werden.

 
     
 

Beachten Sie den Gesichtausdruck der Kinder, wenn sie die Aussentreppe herunterkommen und die 2 Duschen entdecken. Sie glaubenm, dass das Badedurschen sind. Die Verhältnisse in eine Kanonenbunker sind doch trotz allem besser, als in einem U-Boot, wie man es später sehen kann.

 
     
     
   
     
 

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