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KANONENBUNKERS

 
 

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Luftabwehrbatterie Nord

Dem Weg nach rechts folgen. Schräg gegenüber vom O-Bunker weis ein Schild nach links zur Luftabwehrbetterie Nord. Hier die Treppe hinauf. Ganz oben ist ein Betonturm zu sehen, und geht man weiter nach vrn, erkennt man, verstreut im Gelände, insgesamt drei Luftabwehrstellungen - bestehend aus Fundament und Befestigungsvorrichtung für eine Flugabwehrkanone. Die Luftabwehrbatterie Nord beinhaltete also drei Flugabwehrgeschütze. Die Geschütze konnten jedes für sich feuern oder vom Feuerleitturm an der Treppe dirigiert werden. Alle drei Geschütze waren doppeltfeuernde 40 mm-Kanonen, die 1982 demontiert und verschrottet werden sollten. Eine jedoch wurde von der Marine eingelagert und wird voraussichtlich im Sommer 2000 wieder aufgestellt - dann können Besucher sich ein Bild davo machen, wie die Luftabwehr damals vonstatten ging. Ausser der Batterie Nord gab es eine identische Batterie Süd. Dazu kam eine grössere Anzah mobiler 40 mm-Luftabwehrgechütze - ca. 20 Stück - welche im Gelände um das Fort herum aufgestellt waren. Der Turm, am nordöstlichen Zaun zu sehen, ist ein sg. Luftmeldeturm. Er stand ursprünglich nicht hier, doch hat es früher einen entsprechendenTurm im Bereich der Luftabwehrbatterie Süd gegeben. Überall in Dänemark sind solche Türme zu sehen - sie werde vom Luftmeldekorps benutzt.  

Nun geht es über die Treppe zum Luftabwehrkanonenbunker 1. Nach links kommt man zur Plattform hinauf und kann hier die Kanone bestaunen. Sie konnte 240 Schuss per Minute abfeuern. Dieses Geschütz konnte auch zur Bodenverteidigung eingesetzt werden. Die Munition war in Vorrichtungen a der Wand gelagert und nach dem Abschuss wurden die verbleibenden Hülsen in einen Schacht unter dem Boden geworfen. Weiter die Treppe hinunter finden sich im Bunker drei unterirdische Räume. Der erste links ist das Depot für die 40 mm-Granaten, die hier in Blechkisten gelagert waren. Der zweite Raum aufder linken Seite steht heutzutage leer - hier war die Feuerleitzentrale untergebracht. Sie wurde 1982 aufgelöst und das Inventar entfernt. Rechts findet sich der Mannschafts- und Ventilatorraum. Dieser Raum ist mit 6 Kojen ausgestattet - für Kriegszeiten war eine Besatzung von 9 Mann vorgesehen. Bevor man die Luftabwehrbatterie wiederverlässt, könnte man noch in den Feuerleitturm klettern, um von hier aus die schöne Aussicht zu geiessen. Für den Aufstieg sollte man allerdings körperlich fit sein!

 
     
 
Kanone 1

Zurück zum asphaltierten Weg, dem man nach rechts folgt, vorbei am neu errichteten Flaggenmast - und bald steht man an der Kanone 1. Das Gechütz ist mit einer kreisförmigen Stahlkonstruktion zur Anbringung eines Tarnnetzes versehen. Etwas weiter entfernt ist die Kanone 1 zu sehen, die teilweise mit einem Tarnnetz abgedeckt ist. Der Zugang erfolgt über eine neue Eisenleiter: Das 150 mm-Geschütz, in Deutschland produziert, steht in einer Stellung aus Eisenbeton und ist um 360 Grad schwenkbar: Aber da es den Beltbereich und die Ostsee decken soll, ist es nach Osten ausgerichtet. Das Geschützrohr selbst kann aufgerichtet bzw. hochgefahren werden, abhängig davon, welche Flugbahn das Geschoss beschreiben soll, um sein Ziel zu treffen. Ingesamt bestand die Geschützbesatzung aus 15 Mann, von denen 2 als Kanoniere direkt am Geschütz und 2 als Munitionshelfer eingesetzt waren. Sie holten Granaten und Ladung vom Munitionsaufzug und trugen sie zum Geschütz. Keine leichte Aufgabe, denn jede Granate wog 45 kg. Diese Geschosse, deren Reichweite bis 25 km betrug, waren im akuten Kriegszustand gegen feindliche Kriegsschiffe einzusetzen. Man verlässt nun die Stellung und steigt die lange, steile Treppe hinunter zum unterirdischen Bereich. Am Fuss der Treppe ist eine Duschvorrichtung zu sehen, unter der man sich nach Einsatz von chemischen oder biologischen Kampfstoffen reinigen konnte. Hier ist wieder eine Schiesscharte mit Kugelfang aus Holz zu sehen, entsprechend der im O-Bunker. Rechts von der gepanzerten Tür befindet sich der Schützenraum mit einem funktionstüchtigen Observationsperiskop, welches Besucher gern ausprobieren können. Weiter geht es in den Mannchaftsraum - im Marinejargon Logis genannt. Das Licht ist gedämpft, und einige von der Besatzung ruhen sich in ihren Kojen aus, während einer mit seinem Ranzen beschäftigt ist, einem Metallkasten, der persönliche Ausrüstung enthält. Unter der Decke sind verschiedene Reinigungsstöcke für den Geschützlauf zu sehen. Eine kleine Kochplatte dient zum Aufwärmen der Feldrationen. Die Kanonenstellungen waren nicht ständig besetzt - nur zu Übungen oder in Alarmsituationen.  

Der nächste Raum ist das Granatenmagazin. Hier steht ein Soldat mit Felduniform und Artilleriehelm gerade im Begriff, die Ganaten klarzumachen. Der Raum ist mit Vorrichtungen zur Lagerung der Granaten versehen. Aus Sicherheitsgründen wurden Granaten, Ladeköcher und Zünder jeweils getrennt voneinander aufbewahrt. Über eine Rutsche wurden die komplettierten Granaten in den Munitionsaufzug geschafft. In der Aufzugskabine wurden die Granaten von rechts und die Treibladungen von links zugeführt und ein in Dänemark konstruierter Elektroaufzug beförderte dann beide Teile nach oben zur Kanone. Bei Stromausfall konnte diese Vorrichtung manuell bedient werden, von einem Raum aus, der sich unter dem Aufzug befindet. Im Laderaum, der aus zwei Teilen besteht, wurden die Ladeköcher aufgewahrt. Ein kleiner Raum war für die Zünder vorgesehen. Schliesslich gibt es noch einen Reserveaufzug, der durch Handkurbel und Zugkette die Granaten zum Geschütz befördern kann. Hier befindet sich auch ein Notausgang. Alle Bunker waren mit solchen Notausgängen versehen, so dass im Falle einer angeordneten Zerstörung, z.B. Selbstsprengung des Bunkers, die Mannschaft flüchten konnte. Bestimmte Stellen in der Konstruktion konnten mit Sprengladungen versehen und zur Detonaton gebracht werden.

 

 
   
     
   
     
 

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