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  Das Fort wird angelegt  
 

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  Im Zuge der Modernisierung der dänischen Marine nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Errichtung zweier neuer Küstenfestungen beschlossen: Das Stevnsfort sollte den südlichen Öresund kontrollieren, das Langelandsfort den Langelandsbelt. Zu diesem Zweck wurde im Süden Langelands das gut 90 ha grosse Anwesen Holmegaard erworben. Die vorhandenen Gebäude wurden zu Kasernen ausgebaut. Für die Gesamtplanung war der Baudienst der dänischen Streitkräfte verantwortlich.

 
     
 

 Im Kriegsfall hatte das Fort zwei Aufgaben:
    - feindliche Flotteneinheiten (wie es offiziell hiess) daran zu hindern, in den Belt vorzudringen;
    - Minenfelder der eigenen Seite im Südteil des Grossen Belts zu schützen.    

 
     
 

 Es wurden 14 grosse Bauten aus Stahlbeton errichtet:
    4 Kanonenstellungen mit darunterliegenden Mannschaftsunterkünften und Munitionskammern.
    2 Bunkeranlagen für Maschinenräume mit Dieselgeneratoren für die Notstromversorgung.
    1 Führungs- und Feuerleitbunker.
    6 Flugabwehr- und Nahverteidigungs-Batterien mit Feuerleitturm, dazu Mannchaftsunterkünfte und Munitionskammern.
    1 vorgelagerter Feuerleitbunker an der Küste östlich des Forts.
 

 
 

Die Munitionslager und -transportwege wurden gegen Feuer gesichert, die Führungs- und Kommandozentralen gegen das Eindringen von Gasen. Vitale Anlagen wurden gegen Erschütterungen gesichert und die Maschinenbunker mit Alarmanlagen versehen, die radioaktive Strahlung anzeigten. Alle Bunker wurden mit Panzertüren versehen und die Eingangs-bereiche für die Nahverteidigung ausgelegt. Nach damaligen Massstäben war die Festung vor Beschuss vom Langelandsbelt  aus und vor Luftangriffen mit konventionellen Waffen gut geschützt.
    Am 15. September 1953 konnte der Dienst aufgenommen werden. Die Bauarbeiten waren jedoch erst im August 1954 abgeschlossen.

 
     
     
 

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums vom Fort wurde ein Faltblatt herausgegeben. Da dieses  viele Fotos vom Bau des Forts enthält, wird es hier wiedergegeben.

 
     
   
  Jubiläums-Faltblatt vom Langelandsfort  
     
   
     
     
 

Auszug aus dem Lebensbericht des Abteilungsingenieur a.d. bei der Baudienst des Verteidigung Gerner Gottschalck-Andersens

 
     
 

Am 22. März 1952 wurde der „1. Spatenstich“ von Admiral Dahl, Graf Kaj Ahlefeldt-Laurvig und Ingenieur Lehrmann vorgenommen. Der Graf hatte den Admiral mit Gefolge zum Übernachten auf Tranekær Schloss eingeladen. „Es ist in den letzten 300 Jahren nichts militärisches auf Langeland passiert, woran meine Familie nicht beteiligt gewesen ist“, bekanntgab er.

Admiral Dahl überwachte sehr genau, dass die neusten Kriegserfahrungen genau befolgt wurden, z.B. Stichflammensicherung der Munitionsräume und Munitionstransportwege, in Gedenken an die unglückliche Schicksal des Schlagschiffes Hood. Die Munitionselevatoren zu den vier offene Geschützstellungen auf Langelandsfort wurden mit ehemaliger deutscher Gußstahlpanzerobervationskuppeln mit eine Stärke von 30 cm gesichert.

 
     
 

Fotos von der kaserne während des Um- und Neubau

 
     
   
     
 

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