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  DRAKEN  
 

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   Saab Draken F-35  
     
 

Im nördlichen Hangar steht ein dänisches Kampfflugzeug vom Typ "DRAKEN" (Drachen). Das Flugzeug stammt aus der Historischen Sammlung der Luftwaffe in Karup. Es wurde im Frühjahr 2002 von Karup zum Fort transportiert.

Der Draken mit der Bezeichnung Saab F-35 ist ein in Schweden entwickelter Jagdbomber, produziert in Linköping von der Svenska Aeroplan Aktie-Bolag (Saab). Dieses Flugzeug ist bemerkenswert aufgrund seiner Deltaform und weil es über viele Jahre der einzige Typ eines Deltaflugzeugs in der ganzen Welt war - bis das in französisch-britischer Kooperation gebaute Passagierflugzeug "Concorde" auf den Markt kam. Das Kampfflugzeug ist mit einem Jet-Turbinenmotor vom Typ RM6C ausgestattet, der von Volvo Flygmotor AB in Trollhättan hergestellt wurde. Das erste Draken-Jagdflugzeug wurde 1955 in Dienst gestellt - dem gingen mehrere Jahre Versuche und intensive Arbeit voraus. Die Draken-Flugzeuge waren aus taktischen Gründen so konzipiert, dass sie das existierende schwedische Strassennetz als Start- und Landebahnen hätten nutzen können. Das Resultat nach vielen Testflügen und Verbesserungen war ein gut geglücktes und schmuckes Flugzeug, welches ein schwedischer Export Erfolg wurde. Als Dänemark in den 60ern neue Jagdflugzeuge brauchte, standen der amerikanische F-5 Freedom Fighter, die französische Mirage III oder 35XD und der schwedische Draken zur Wahl. Die Entscheidung fiel auf den Draken. Auch Finnland und Österreich erwarben für ihre Luftwaffe das schwedische Draken-Flugzeug.

Dänemark bestellte zweimal je 20 Flugzeuge vom Typ F-35, 20 Flugzeuge vom Typ RF-35 und 6 Flugzeuge vom Typ TF-35. Später wurden noch einmal 5 Exemplare des TF-35 bestellt. Die Flugzeuge mussten den NATO-Standards angepasst werden und es wurden einige Änderungen vorgenommen, u.a. wurde das Fassungsvermögen der Brennstofftanks erweitert.

Bei dem ausgestellten Flugzeug handelt es sich um ein einsitziges Kampfflugzeug mit der Nummer A005. Das Flugzeug wurde am 16. Februar 1970 fertig gestellt und am 23. Oktober desselben Jahres an die Dänische Luftwaffe geliefert. Bis es im Jahre 1970 ausgesondert wurde, wurde es zu Flügen im dänischen Luftraum zu Überwachungsaufgaben benutzt, u.a. über der Ostsee und dem Grossen Belt in Zusammenarbeit mit dem Langelandsfort und den Fahrzeugen der Marine. Der Düsenjäger konnte Ziele sowohl zu Land wie zu Wasser angreifen und die Bewaffnung konnte über das Maschinengewehr hinaus sowohl durch Raketen als auch durch Bomben ergänzt werden. Die jährliche Einsatzzeit variierte von etwas unter 100 bis zu 250 Stunden. Einige der Draken-Flugzeuge waren mit Luftbildkameras ausgerüstet - besonders die Flottenbewegungen der Warschauer-Pakt-Staaten wurden mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt. Die Kameraausrüstung war vorn in der Nase des Düsenjägers angebracht. 1980 wurden alle Flugzeuge modernisiert und mit einem neuen Abfeuerungs- und Navigationssystem versehen.

Der Draken erwies sich auch im dänischen Dienst als äusserst zuverlässiges und effektives Jagdflugzeug. Von den angeschafften 51 Flugzeugen, aus denen zwei Geschwader gebildet wurden - ESK725 und ESK729 - verunglückten in der Zeit zwischen 1975 und 1999 nur 9 Stück. 1999 wurden die Draken-Flugzeuge ausser Dienst gestellt. Einige von ihnen,, darunter auch die Nr. A005, wurden als Museumsstücke erhalten.

 

 
     
  Technische Daten Überschallkampfflugzeug Draken  
     
 

Motor: Volvo Flugzeugmotor RM6C - Spannweite: 15,35 m - Höhe: 3,89 m - Leergewicht: 8 t - Max Gewicht: 16,1 t - Max Geschwindigkeit: 1.668 km/h - Marschgeschwindigkeit: 950 km/h - Reichweite: 950 km - Max Flughöhe: 18.300 m - Bewaffnung: 2 Stk 30 mm Maschinenkanonen Aden samt 2 Luft-Luft oder Luft-Boden Raketen oder diverse Bombentypen von NATO-Standards.

 
     
     
   
     
   
     
 

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