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  ARTILLERIEZENTRALE  
 

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Gegenüber dem O-Raum ist die Artilleriezentrale untergebracht. Von hier aus konnte das Feuern der vier Geschütze der Hauptbatterie geleitet werden. Dieser Befehlsstand war in zwei Etagen aufgeteilt: In der unteren befindet sich die Feuerleitanlage mit der Zielfolgeeinheit in der Mitte des Raumes. Diese Einrichtung sammelt und gibt alle Daten weiter, die zum Einschiessen auf das Ziel notwendig sind. In der oberen Abteilung ist ein Kampfperiskop mit Zielapparatur installiert - ein Spiegelsystem ermöglicht die Sicht aus dem Bunker heraus. Hier bestand die Besatzung aus 4 Marinesoldaten - einer für jedes Geschütz. In Krisenzeiten taten in der Artilleriezentrale insgesamt 9 Mann ihren Dienst.  

Nun geht es zum Ausgang, vorbei am "Chefraum" - einem kleinen Raum, in dem sich der wachthabende Offizier ausruhen konnte. Dieser Raum wurde auch zu Besprechungen benutzt. In einem Safe lagerten geheime Dokumente und Codebücher. Die schummerige Beleuchtung entspricht den damaligen Lichtverhältnissen. 

Nächster Raum ist die Kombüse, wo die Diensthabenden sich Kaffee oder Tee oder eine zusätzliche Mahlzeit zubereiten konnten - normalerweise fand die Versorgung mit Mahlzeiten durch die Kantine statt. Nach der Kombüse kommt man zum Ventilationsraum. AlleBunker sind mit einer Ventilationseinheit ausgerüstet, die für Überdruck in den Bunkern sorgt und somit in Kriegssituationen das Eindringen von Giftgasen verhindern sollte. Hinter dem Ventilationsraum liegt der Schützenraum. Die Wände sind vollständing schwarz gestrichen und von einer kleinen blauen Lampe nur spärlich erleuchtet, so dass der Schütze kaum zu entdecken ist. 

Wenn man den Bunker wieder verlassen hat, im grellen Tageslicht steht und frische Luft atmen kann, so kann man nachempfinden, dass der Dienst in den beengten und halbdunklen Räumen des O-Bunkers mit seiner stickigen Luft von eingeschlossenen Menschen und Apparaturen eine unangenehme und anstrengende Tätigkeit gewesen ist. Es ist sicher nicht schwer nachzuvollziehen, dass die Wache am Eingang derart in Versuchung war, die Tür offenstehen zu lassen, dass wiederholte Male Verwarnungen ausgesprochen werden mussten: Die Eingangstür hat stets verschlossen zu sein!

 
     
     
   
 

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